Oberflächenschutz


Oberflächenschutz

Dachbegrünungen verzögern die Alterung der Dachabdichtung durch UV-Strahlung und reduzieren chemische Prozesse in organischen Dichtungsbahnen. Dachbegrünungen sind mit ihren Vegetationstragschichten in dieser Hinsicht den schweren Oberflächennutzschichten wie Kiesschüttungen oder Plattenbelägen gleichzusetzen.

Flache Dächer erhalten eine überaus intensive Besonnung. Die Außenoberflächen der Dachkonstruktion sind daher großen Temperaturschwankungen unterworfen. Im Hochsommer liegen die Temperaturen weit über denen der Lufttemperatur. Sie können in ungünstigen Situationen bis zu 80° C betragen. Regenbedingte Abkühlungen können innerhalb weniger Minuten ein Absinken der Temperatur auf 10° C bewirken. In klaren Winternächten sinkt die Temperatur der Dachoberfläche unter die der Lufttemperatur und kann leicht -20° C erreichen. Diese häufig kurzzeitigen Temperaturschwankungen werden durch Dachbegrünungen beträchtlich reduziert.

Durch die Assimilation der Pflanzen und die dämmende Wirkung des Substrats steigt in den Sommermonaten die Temperatur in der Dachhaut unter der Begrünung nur auf ca. 20 bis 25° C, in den Wintermonaten sinkt sie nur wenig unter den Gefrierpunkt.

Mechanischen Beschädigungen der Dachhaut können zum Teil durch die Dachbegrünung vermindert werden. Es besteht jedoch auch die Gefahr, dass durch unsachgemäßes Arbeiten auf den Grünflächen, z. B. beim Hacken, Graben oder Pflanzen Beschädigungen verursacht werden. Auch das aggressive Wurzelverhalten einiger Pflanzen kann zu Beschädigungen führen. Auf diese Zusammenhänge muss in der Pflegeanleitung für den Nutzer hingewiesen werden.

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