IBB Ing.-Büro Badura Oberhausen
Sie sind hier: Startseite » Messverfahren » Gebäudethermografie

Infrarot-Thermografie

Infrarot-Thermografie, viel-/bauseitig einsetzbar

Einsatzmöglichkeiten für Wärmebildaufnahmen mit der Infrarotkamera im Baugewerbe
Seit der ersten Ölkrise in den 70er Jahren wird uns mehr und mehr bewusst, dass unsere Energievorräte wertvoll und begrenzt sind. Auch die allgemeine Erderwärmung durch den CO2-Ausstoß wird bekanntlich zum großen Teil durch Heizenergie verursacht. Um diesen Problemen zu begegnen, wurden gesetzliche Regeln, wie das EEWärmeG und in der Folge die EnEV 2009 verabschiedet. Diese Gesetze fördern und regeln vielfältige energieeinsparende Maßnahmen in der Ausführung von neuen Gebäuden, aber auch in der Sanierungsplanung von Altbaubeständen.

Neue Materialien, neue Verarbeitungsmethoden und immer kürzere Erstellungszeiten stellen hohe Ansprüche an die Planer und ausführenden Unternehmer, aber auch an die Bauüberwachung. Gefordert wird die effiziente Planung der Bau- oder Sanierungsmaßnahmen und Überwachung und Dokumentation der Einhaltung und der Qualität der Ausführung in Bezug auf Luftdichtigkeit, Warmedämmung und Wohnhygiene (Schimmelbildung).

In all diesen Fällen liefert die Gebäudethermografie mit der Wärmebildkamera wichtige Informationen und dokumentiert den Zustand des Gebäudes bzw. des Gewerkes.

Aufspüren von Luftundichtigkeiten

Eine weitere gängige Anwendung ist das Aufspüren von Luftundichtigkeiten bei der Ermittlung der Luftwechselrate mit Hilfe des Blower-Door-Verfah-rens, bei dem ein Unterdruck im Gebäude erzeugt wird. An undichten Stellen dringt kalte Luft in das Gebäude ein und der Temperaturunter-

schied wird von der Infrarotkamera visualisiert (s. Abb. rechts). Undichte Stellen können frühzeitig erkannt und behoben werden, bevor Verkleidungen und Einbauten die Beseitigung dieses möglichen Bauman-gels teuer und aufwendig machen.

Ortung von Leckagen

Bei der Ortung und Überprüfung von Rohrleitungen sowie Rohrleitungsleckagen leistet die Thermografie sehr gute Dienste. Selbst wenn die Wasserleitungen im Fußboden oder unter Putz verlegt sind. Typische Beispiele sind die Ortung von Lage und Länge von Fußboden-

heizungen oder Leckagen im System. Auch Leckagen in Fernwärme-systemen können mit Hilfe der Wärmebildkamera schnell aufgespürt und dokumentiert werden.

Energieverluste visualisieren und dokumentieren

Wärmelbrücken sind nicht nur Energieverschwender. An solchen Stellen kann es zur Auskondensation bzw. zum Niederschlag von Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft kommen. In der Folge kann an diesen Stellen Schimmelpilzbefall mit den damit verbundenen Risiken für die Gesundheit

der Bewohner entstehen. Und Wärmelbrücken sind manchmal auch Schallbrücken. Eine optimale Wärmedämmung ist meistens auch gleichzeitig eine gute Schallisolierung. Die Methode der Gebäude-thermografie mit der Wärmebildkamera zeigt fehlerhafte Stellen sofort an.

Versteckte Baumängel aufspüren

Es ist die schnellste und beste Methode, um mögliche Baumängel auf-zudecken und eignet sich als Nachweis der Qualität und der richtigen Ausführung der baulichen Maßnahmen. Die Thermografie macht ent-stehenden Wärmeverlust, vorhandene Feuchtigkeitsstellen (Schimmelpilz-

gefahr) und Luftundichtigkeiten mit der Gefahr von Feuchtekonvektion in Gebäuden als farbiges Wärmelbild sichtbar.